Adidas Terrex Fast R Mid GTX H

Der Outdoorshuh Adidas Terrex Fast R Mid GTX im Test

Auf der Suche nach einem mittelhohen Wanderschuh, den ich für längere Wanderungen, jede Bodenbeschaffenheit und bei jedem Wetter einsetzen kann, bin ich bei Adidas fündig geworden:

Der Adidas Terrex Fast R Mid GTX H.

Klingt wie ein Robotermodell, kann ich mir aber so erklären:

  • Terra = Erde
  • Fast = schnell
  • Mid = mittelhoch
  • GTX = Goretex
  • H = Herren
  • R = ?

Ergebnis:

Ein mittelhoher Outdoorschuh für Herren, der wasserdicht ist und eine schnelle Fortbewegung auf jeglichem Terrain ermöglicht.

Adidas Terrex Fast R Mid GTX im Test
Adidas Terrex Fast R Mid GTX im Test
Adidas Terrex Fast R Mid GTX

Ersteindruck und Optik des Adidas Terrex Fast R Mid GTX

Der Terrex Fast R Mid GTX kommt optisch hervorragend rüber. Die massive Sohle sticht ebenso ins Auge wie die tollen Farben. Das gewählte Modell ist die dunkelblaue Variante. Normalerweise habe ich eher „zurückhaltende“ Farben, aber in diesem Fall passt es einfach perfekt.

Die Verarbeitung des Schuhs ist ohne irgendwelche Mängel und der Ersteindruck lässt keine Wünsche offen.
Größe, Tragekomfort und Gewicht

Zunächst kommen wir einmal zur Größentabelle von Adidas. Diese ist nämlich eine eigene Welt. Daher unbedingt vorher genau nach deren Vorgaben die Schuhgröße ermitteln.

Meine gewählte Größe 9,5 UK entsprechen einer 431/3. Während ich in meinen Wanderschuhen immer zwei Paar Socken trage, verwende ich im Terrex Fast R Mid nur ein Sockenpaar.

Der Schuh sitzt wie angegossen. Anfangs -völlig normal bei neuen Schuhen- etwas ungewohnt, aber nach den ersten Metern läuft er sich richtig gut.

Das Gewicht ist sehr niedrig und dies wirkt sich positiv auf das Tragegefühl aus. Beide Schuhe wiegen zusammen knapp 900 Gramm und im Vergleich zu meinen festen Wanderschuhen ein „leichter Traum“.

Quick Lace System
Adidas Terrex Fast R Mid GTX Testbericht

Schnellverschluss – System (Quick Lace)

Ehrlich gesagt belächelte ich bisher immer meinen Bruder mit seinen dünnen Schnellverschlüssen an den Salomon Schuhen. Nun ist es also soweit und ich habe dieses Quick Lace System, wie es auf „neudeutsch“ heißt, selbst vor mir am Adidas Terrex Fast R Mid GTX.

Adidas Terrex Fast R Mid GTXDie Schnüre sind sehr dünn, das Festziehen fällt daher gar nicht so leicht. Aber es ist durchdacht, da es jeweils auf der Innenseite des Schuhs fest verankert ist und die andere Seite frei einfädelbar. So hat man Handlungsspielraum.

Einmal festgezogen hält das bombenfest, bei den Tests kein Lösen oder Lockern und somit wirklich empfehlenswert.

Nach beinahe täglichem Einsatz komme ich allerdings zu dem Entschluss, dass das Schnellverschluss-System, jedenfalls wie ich es nutze, nicht wirklich schneller ist. Jedes Mal muss ich die dünne Schnur von unten herauf wieder fester ziehen, da ich zum an- bzw. ausziehen die Schnürung entsprechend öffnen muss.

Dämpfung und Halt

Auf Asphalt setzen sie dann schon etwas „globig“ auf, aber wer mag dies verdenken bei einem derartigen Sohlenprofil und entsprechender Dicke. Das Terrain für diesen Outdoorschuh ist abseits der Straße… Die Dämpfung des Adidas Terrex Fast R Mid GTX ist unbeschreiblich und der Halt kann nicht besser sein. 100 Punkte in diesen Bereichen.

Sohle des Adidas Terrex Fast R Mid GTX

Während ich bisher die Marke Continental nur mit Reifen und Formel 1 in Verbindung brachte, haben die Terrex tatsächlich ihre Sohle ebenfalls von Continental.

Fest, stabil und als ich das erste Mal auf Asphalt laufe, kann ich es kaum glauben.

Adidas Terrex Fast R Mid GTX H im Test

Die Sohle klebt regelrecht an trockenen Asphaltstellen. Dieses Gefühl kann man eigentlich nicht in Worte fassen, sondern muss man selbst erlebt haben. In meinem Leben habe ich Asics, Adidas, Salewa, Salomon, Nike, CMP, Berghaus und weitere Outdoormarken getragen und getestet, aber einen solchen Grip wirklich noch nie erlebt.

Da freue ich mich schon jetzt auf den Frühling und Bergtouren über Stock und Stein!

Geeigneter Temperaturbereich

Da es aktuell Minusgrade hat und Schnee liegt, fällt mir auf, dass der Schuh aufgrund des leichten Materials wohl eher nicht für den Wintereinsatz geeignet ist. Die Füße fühlen sich kühl an. Zwar wird es bei Bewegung etwas besser, aber längere Wintertouren sollten eher gemieden werden.

Wasserabweisend durch GORE-TEX® ?

Bei der Auswahl dieses Schuhs war mir wichtig, dass dieser die Version GTX trägt. Dies ist lediglich die Abkürzung für Goretex.

Im Test durch Schnee und Pfützen hielt der Adidas Terrex Fast R Mid GTX, was von ihm erwartet wird. Er ist absolut wasserdicht.

Fazit zum Adidas Terrex Fast R Mid GTX

Das Schnellverschluss-System erspart mir im täglichen Einsatz nicht wirklich Zeit und für das Anziehen des Schuhs hätte ich mir eine Lasche gewünscht.

Nachdem der Winter im Fichtelgebirge schon früh Möglichkeiten zum Einsatz des Schuhs bot, nutzte ich dies ausgiebig. Kurz und knapp: Der Adidas Terrex Fast R Mid GTX ist das Beste, was ich jemals meinen Füßen über Stock und Stein, Cross-Country und auf unterschiedlichen Wegbeschaffenheiten gönnte.

Neben einem perfekten Halt, bietet der Schuh besten Grip und Dämpfung sowie ein unbeschreibliches Wohlgefühl bei jedem Schritt.

Überlege bereits jetzt, ob ich mir neben der Mid-Version noch den normalen Laufschuh zulege…

2017-04-22T13:33:29+00:00

2 Kommentare

  1. […] Adidas Terrex Fast R Mid GTX H […]

  2. Outdoorfan Dezember 16, 2017 um 8:22 pm Uhr- Antworten

    „R“ steht für Running ohne damit Trail-Running bergab auf Mittel- und/oder Vorderfuß zu meinen.

    Der Fast X gefällt mir eigentlich am besten. Fühlt sich jedoch beim Laufen schon etwas steif an. Auf normalen Schotterwegen z.B. im Wald merkt man dem Fast X an, dass der ein X/Offtrail-Schuh ist. Verläßt man den Schotterweg und es geht über groben Schotter und Wurzeln die man unvermeidbar unter den Mittelfuß bekommt, dann ist der Fast X in seinem Element. Dem R merkt man seine verbesserte Flexibität und besseren Eignung zum Anlaufen im Gegensatz zum Fast X der für Märsche mit Speed geeigneter ist.
    Der Fast R Mid ab 2015 oder wann die Modifikation zum Urmodel war ist im Gegensatz zu den anderen Mid-Modellen wie Fast X, Swift R und AX2 R kein Mid-Modell sondern ein Low-Modell mit Knöchel- und Schmutzschutz.
    Entsprechend benötigt man das Low-Modell eigentlich nur, wenn man mit den ganz kurzen Socken in Schuhen laufen möchte.

    Sichtbarer Unterschied zwischen Fast X und Fast R? Der Fersenteil beim R ist flacher gestellt, fällt damit etwas länger aus. Beim Fast X ist die Zwischensohle im Mittelfußbereich zusätzlich noch hochgezogen. Fehlt beim Fast R, Swift R und AX2 R. Bei denen ist nur im Bereich der Vorderfußbeuge die Zwischensohle hochgezogen.
    Weniger ins Auge fällt der im Vorderfußbereich etwas breitere Leisten beim Fast X m Vergleich zu den R-Modellen.
    Fußball- und Sprinter-Schuhe hat Adi Dassler (adidas) von anfang an schmal ausgeführt. Der Schuh als Bandage schützt den Fuß vor Verletzung durch die erhöhten Belastungen bei den schnellen Richtungswechseln, Sprungbewegungen, den Auftritt nach einer Schwebephase, etc. Marschieren und wandern ist etwas anderes genauso das Walken bzw. Nordic Walking. Hier sind auch Schuhe mit Marsch-Leisten also breiterem Leisten geeignet. Hier hat die Große Zehe Platz um dann Stabilisierungsarbeit zu leisten. Der Fast X ist aber noch lange kein Garmont Tenere oder Bär-Schuh.

    Wer nicht rennen möchte und einen stabilen wie wasserdichten Mid-Schuh sucht der möchte sich mal den Terrex Tivid Mid CP (CP…Climaproof-Membran) anschauen. Der ist am Mittelfuß vergleichsweise steif auch verwindungssteif (im positiven Sinne, denn das ist fürs Wandern im Alpinen wichtig) und der Vorteil der CP-Membran ist, dass sich zwischen Obermaterial und Membran-Socken kein Wasser ansammeln kann, denn die CP-Membran ist wohl ähnlich wie bei Columbia Outdry innen auf das Obermaterial aufgeschweißt.
    Bei Gore-Tex-Jacken ist die Gore-Tex-Membran zwar auch innen auflaminiert ABER bei Schuhen und Handschuhen ist idR. ein Liner „eingenäht“/“verklebt“ mit dem Obermaterial umgesetzt. Damit läuft quasi Wasser zwischen Obermaterial und Membran-Liner rein. Das geht bei CP nicht. Bei Columbia Outdry auch nicth und bei Outdry Extreme ist eh gestrecktes PU außen auf das Obermaterial aufgeschweisst. Outrdy Exterme benötigt keinerlei DWR-Imprägnierung. Imprängiersprays pflegen hier die Outdry Exterme-Membran und die Schutzelemente aus aufgeschweissten PU (nicht gestrecktes PU).
    Vorteil von Gore-Tex gegenüer adidas CP? Merkt mal relativ schnell, wenn man die Schuhe anfasst bzw. reinschhlüpft. Gore-Text-Schuhe sind flexibler aber wohl eher nur vertrauenserweckender, denn so richtig für nasse Umgebung sind eher die CP-Modelle geeignet.

    Wem der Fast R Low/Mid zuwenig für Rennen geeignet ist dem seih der adidas Fast Gore-Tex Surround Low/Mid empfohlen. Den Mid gibt es seit AW17 und der Low kommt wohl SS18. (AW…Autum/Herbst Winter/Winter; SS…Spring/Frühling Summer/Sommer). Der Fast Gore-Tex Surround hat bereits einen deutlichen Sohlenflex so wie es für die Landephase und die Abrollbewegung beim richtigen Laufen von Vorteil,eigentlich nötig ist.

    Überlegung ist auch wert warum adidas neben Boost-gedämpften Terrex-Modellen auch straffere Modelle wie den Tracerocker/Trailrocker hat?! Dämpfung ist für Wettkampf gut für das Training will der komplette Bewegungsapparat des Fußes „trainiert“ werden. Nun kann man tatsächlich den adidas Ultra Boost ATR auch auf Trails nutzen. Ich sage nicht, dass es passiert aber z.B. das Fersenbein wird entlastet, arbeitet weniger und Effekt kann sein, dass die Performance des Fersenbeins verkümmert.
    Klar wer Einlagen tragen muss und z.B. nur bandagiert laufen/wandern kann benötigt Dämpfungs-Schuhe bzw. Schuhe mit „weicher“ Dämpfung.

    Entsprechend würde ich es gut finden, wenn man bei sog. „Schuh-Tests“ auch die Idee – in diesem Fall von adidas – hinter der Auslegung des Schuhs auch versucht zu verstehen und entsprechend bewertet.

    Warum adidas schrittweise das Angebot an Modellen mit Formotion-Ferse reduziert ist klar. Läufer laufen auf Mittel- und Vorderfuß, va. Trail-Runner bergab.
    Bergab ist eine straffe Dämpfung wie beim Scope für das Training des Fersenbeins besser wie diverse Formotion-Fersen. „Besser“ ist aber relativ gemeint, denn die Entlastung von Knie und Hüfte durch Formotion bergab ist im Bereich von n x 10%. Die strafferen Fersenteile von Swift R und AX2 R genügen woll den Anforderungen. Entsprechend liegt hier ein Formotion-Effekt vor aber eben straffer ausgelegt. Hier nimmt adiPRENE das auf was vorher die Formotion-Platte aufnahm.

    adidas hat interessante technisch komplexe Schuhe entwickelt und jedes Element macht Sinn und wurde tatsächlich optimiert.

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