Petzl Duo LED 5

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Petzl Duo LED 5

Stirnlampe Petzl Duo LED 5 im Test

Die Duo LED 5 von Petzl ist eine robuste, strapazierfähige und wasserdichte Hybrid-Stirnlampe mit Halogenlicht und fünf LEDs. Sie eignet sich hervorragend für den Wassersport. Sie ist dank ihres schwenkbaren Lampenkörpers und dem elastischen und bequemen Stirnband komfortabel und einfach in der Handhabung.

Zwei Lichtquellen zur Auswahl: Die Halogenbirne erzeugt ein fokussiertes Fernlicht, die LEDs beleuchten den Nahbereich mit hoher Leuchtdauer. Auch bei diesem Modell verhindert ein verriegelbarer Schalter ein unbeabsichtigtes Einschalten der Lampe.

Technische Daten zur Petzl LED 5

  • Wasserdicht (bis -5 Meter)
  • Garantie: 3 Jahre
  • Gewicht : 300 g
  • Lichtmenge: max. 40 Lumen
  • Leuchtweite: max. 100 Meter
  • Leuchtdauer: max. 65 Stunden
  • Batterien: 4, AA/LR6

Neben vier Batterien ist eine Ersatzhalogenbirne im Lieferumfang enthalten.

Optional kann ein wiederaufladbarer Akku Duo E65100 2 als weitere Betriebsmöglichkeit dazu bestellt werden.

Erster Eindruck der Petzl Stirnlampe

Als ich die Verpackung öffnete, fiel mir im ersten Moment der Batteriebehälter auf, der doch sehr groß geraten ist. Sofort kam mir Gewicht oder Probleme beim Tragen in den Kopf.

Die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck und das Stirnband lässt sich gut und leicht verändern.

Nach dem Einlegen der mitgelieferten Batterien, denken Laura und ich vor dem Einschalten das Gleiche und halten die Lampe daher erst einmal weiter weg, da wir von einem starken, hellen Licht ausgehen.

Das Einschalten selbst ist dann gar nicht so einfach. Zuerst muss man entriegeln (unlock) und dann kann man die gewünschte Reichweite einstellen. Dieser Mechanismus soll eben unbeabsichtigtes Einschalten vermeiden, da der Schalter bzw. Drehhebel sich aber sowieso nicht so locker bedienen lässt, hätte man dies meines Erachtens auch weglassen können. Verstehe den Sinn nicht so ganz, aber ist nur meine Meinung.

Auch sind wir von dem produzierten Licht erstmal schon „enttäuscht“, hätten uns irgendwie mehr erwartet, aber es ist ja auch Tag und so richtig werden wir die Leuchtkraft dann erst nachts testen können und erleben dürfen.

Die Stirnlampe Duo LED 5 von Petzl

Sie hat trotz weniger LED`s (5) eine deutlich höhere Leuchtkraft.

Außerdem gibt es zwei Leuchtmodi, die eingestellt werden können: Fernlicht mit einstellbarem Zoom (Halogenlampe) und LED-Licht für einen Streulichtkegel im Nahbereich.

Aber um überhaupt etwas zu sehen, muss ein Entriegelungsmechanismus betätigt werden, den wir mit den Handschuhen nicht lösen können. Also ziehe ich diese aus und dann klappt es. Aufgrund der kalten Temperaturen und des Windes habe ich anschließend eiskalte, fast taube Finger. Nicht wirklich angenehm, zumal man nur seine Stirnlampe eingeschalten hat.

Den Sinn und das Vorhandensein dieses Mechanismus verstehe ich auch nicht so wirklich. Er soll verhindern, dass ein ungewolltes Einschalten der Lampe passiert.

Wegen der ebenfalls schwer gängigen beiden Drehschalter (der rechte für den Leuchtbereich ist sehr schlecht drehbar und mit Handschuhen schafft Laura es überhaupt nicht) ist dies meines Erachtens überhaupt nicht möglich. Auch nicht in einem Rucksack, der vorher als Transportmittel der Lampe dient.

Hier kommen wir auch gleich zu einem weiteren Kritikpunkt. In diesem Preissequment hätte ich vielleicht sogar eine Aufbewahrungsbox oder zumindest einen Stoffbeutel zur Aufbewahrung der Lampe erwartet. Schließlich beginnt eine Nachtwanderung meist mit Zustieg, vorheriger Zeit im Hellen oder endet zumindest bei Tageslicht. Dafür benötige ich aber keine Stirnlampe und möchte diese abnehmen. Um sie im Rucksack zu verstauen, wäre eine Aufbewahrungsbox von Vorteil, denn die Petzl ist ja nicht gerade handlich oder kompakt und die separate Batteriebox für vier Batterien alles andere als klein. Laura stopft sie später einfach so in ihren Rucksack.

Laura möchte die Stirnlampe weiter nach unten schwenken, um beim zügigen Tempo vor ihr alle Steine und Wurzeln zu erkennen. Dies ist aber nicht möglich und für uns absolut unverständlich. Wie kann es sein, dass man ein solches Modell nicht schwenken kann? Damit sind individuelle Einstellmöglichkeiten Fehlanzeige und man kann lediglich den Leuchtkegel im Halogenbereich von nah auf fern verstellen. Die LED-Beleuchtung besitzt nur eine Möglichkeit und dann leuchten eben alle 5 LED`s gleichzeitig. Auch dies ist schon etwas enttäuschend.

Da es langsam bereits heller wird, lässt die Leuchtkraft zwar nicht nach, aber ihre Stärke kann die Petzl jetzt gar nicht mehr so richtig entfalten.

Man sieht mit ihr deutlich mehr als durch die billige Stirnlampe und hat einen guten Leuchtkegel. Wir verwenden nur den Halogenmodus, auch probieren wir den Fernmodus nur zweimal, denn ein schnelles Umschalten und Einstellen ist wie gesagt ja sowieso nicht möglich. Die 100 m Leuchtweite mit dem zweiten Modus kann man wahrscheinlich auch nur bei voller Dunkelheit testen, heute Morgen scheint uns dies aber schwer umsetzbar bzw. erreichbar.

Während des Umschaltens passiert es dann sogar noch, dass die Lampe plötzlich komplett ausfällt. Entweder ein „Wackelkontakt“ oder ein technisches Problem.

Bei weiteren Tests zuhause tritt dies aber weiterhin auf. Im Test sind die Originalbatterien im Einsatz.

Update zum Halogenmodus:

Während einer Nachtwanderung im Wald, konnte der Halogenmodus ausgiebig getestet werden. Die 100 m Leuchtweite werden auf alle Fälle erreicht. Sehr gut ist der Modus bei geraden Strecken einsetzbar und hilfreich.

Allerdings war auch bei diesem Einsatz die Umschaltung ein großes Problem. Es funktionierte nicht problemlos und warum es klappte und warum nicht, ist uns auch jetzt noch nicht bewusst.

Praxistest der Petzl Duo LED 5 und Vergleich mit Billigprodukt

In der letzten Wanderung unserer „zehn höchste Gipfel Teneriffas Tour“ konnten wir die Petzl Duo Led 5 gleich testen und mit einer herkömmlichen, billigen Stirnlampe vergleichen.

Zuerst das „No name Produkt“, das drei Einstellungsmöglichkeiten und insgesamt 7 LED`s hat: Blinkmodus (eine LED), leichte Halogenpower (3 LED) und volle Halogenpower.

Die Funktion eines Blinkmodus ist mir auch bei teuren Modellen bekannt, der Sinn bzw. Einsatz dahinter völlig unlogisch.

Jedenfalls kann man bei dieser Lampe eigentlich nur den Full-LED-Modus benutzen. Die Leuchtkraft reicht damit aus, um bei rabenschwarzer Nacht oder wirklich sehr dunklen Verhältnissen überhaupt etwas zu sehen und sich orientieren zu können.

Die Augen passen sich sehr gut an und „gewöhnen“ sich selbst an diese schlechten Lichtbedingungen. Sowohl während der ersten Nachtwanderung als auch den Weg hoch zum Teide reichte uns das so erhaltene, spärliche Licht aus, um uns nach oben zu „kämpfen“.

Laura lief damit voran und dies in einem wirklich guten Tempo, ohne hinzufallen oder zu stolpern. Ich folgte ihr auf dem Fuß. Als es sehr finster wurde und bei schwierigen (steinigen, wurzeligen, rutschigen oder etwas gefährlicheren) Passagen, nahm ich eine herkömmliche, große Taschenlampe als zusätzliche Lichtquelle. Auf der einen Seite weil ich dann Abstand zu Laura halten musste und andererseits um das Tempo weiter aufrecht zu halten und nicht unnötig langsamer zu werden. Schließlich will man den Rhythmus im Anstieg und während der Tour nicht unterbrechen bzw. ändern.

Fazit zum Test des No-Name-Produkts

Für den Preis unter 10 € kann man nicht viel von einer Stirnlampe erwarten. Aber sie ist schwenkbar und auch mit diesem „herkömmlichen“, billigen Modell können durchaus Nachtwanderungen durchgeführt werden. In unübersichtlichem Gelände oder schwierigen Passagen ist unbedingt eine weitere Lichtquelle erforderlich.

Für diesen Preis erfüllt diese Stirnlampe ihren Zweck voll und ganz.

Fazit des Stirnlampen Vergleichs

Insgesamt stehen der höheren Leuchtkraft und den beiden unterschiedlichen Leuchtmodi, der super Verarbeitung und dem bequem zu tragendem Stirnband also schwer zu lösender Entriegelungsmechanismus und ein nicht schwenkbarer Lampenkopf entgegen.

Die zusätzliche Halogenbirne und die mitgelieferten Batterien sind gut, wären aber nicht nötig. Stattdessen wäre eine Aufbewahrungsmöglichkeit besser geeignet. Ein Wechsel der Halogenbirne während einer Nachtwanderung ist bei solchen Bedingungen (etwa 5 Grad) wie beim Test bereits kaum bis überhaupt nicht möglich, bei noch kälteren Temperaturen absolut ausgeschlossen.

In dem Preissegement sollte zumindest eine Aufbewahrungstasche dabei sein oder geringen Aufpreis kosten.

Außerdem bleibt die sehr schwer zu lösende Verriegelung noch immer ein Rätsel, zumal die schwer verstellbaren Drehknöpfe selbst, nicht unabsichtlich eingeschaltet werden können.

Mit Handschuhen lässt sich der Mechanismus nicht lösen und bei sehr kalten Temperaturen (wie im Test) nur eher durch Zufall.

Wir hatten uns schon mehr von dieser Petzl Duo Led 5 erwartet, aber vielleicht waren unsere Vorstellungen einfach falsch.

Von Petzl wird angegeben, dass sich die Stirnlampe hervorragend für den Wassersport eignet. Ich bin zwar kein Wassersportler und kann sie auch nicht diesbezüglich testen, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man damit Bereiche unter Wasser gut ausleuchten kann. Außer in absoluter Dunkelheit (nachts) oder innerhalb von Höhlen vielleicht. Aber bei einer Wasserdichtheit von lediglich bis zu 5 Metern scheint dies dann auch eher wegzufallen.

Dazu möchte ich Taucher sehen, die mit ihren Handschuhen und mit Wasser den Entriegelungsmechanismus lösen und die Drehschalter leicht bedienen. Auch dies scheint mir -um ehrlich zu sein- nicht realisierbar.

Laut Hersteller besitzt die Stirnlampe einen „schwenkbaren Lampenkörper“. Aber selbst mit leichter „Gewaltanwendung“ bewegt sich bei unserem Modell rein gar nichts. Der Lampenkörper ist eben wie bereits gesagt, nicht schwenkbar.

Positives zur Petzl Duo LED 5

– zwei Leuchtmodi

– hohe Leuchtkraft im LED-Modus

– super Verarbeitung

– bequem zu tragendes Stirnband

– (mitgelieferte Batterien und Ersatz-Halogenbirne)

Negatives zur Petzl Duo LED 5

– kein schwenkbarer Lampenkopf

– sehr schwer zu lösender Entriegelungsmechanismus

– schlecht drehbare Einstellknöpfe, mit Handschuhen kaum möglich

– fehlende Aufbewahrungsmöglichkeit

By | 2017-04-29T13:06:03+00:00 November 18th, 2016|Testberichte|0 Comments

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